Abstammungsgutachten, Vaterschaftstest, Abstammungsanalyse, Vaterschafttest
Ursprung, Geschichte, Historisches
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Vaterschaftstest (Abstammungsgutachten) |
Abstammungsgutachten - Historisches
Vor Einführung von Untersuchungen an Zellen, basierten ärztliche Gutachten zur möglichen Vaterschaft vorwiegend auf einer allgemeinen körperlichen Untersuchung der beteiligten Personen und auf deren Aussagen. Dabei zeichneten sich die Angaben der streitenden Personen durch "unglaubliche Lügen und freche Behauptungen" aus, um "ein günstiges Gutachten zu erzielen" [ 12 ]. Die durchgeführten Untersuchungen waren, bedingt durch den geringen Kenntnisstand der Zeit, eher mangelhaft hinsichtlich der Aussagekraft auf eine mögliche Vaterschaft.
Die Wertung und Wichtung der erhobenen medizinischen Befunde einerseits, sowie der Aussagen der Betroffenen andererseits, lag zum Grossteil im Ermessen des begutachtenden Arztes. Ein objektives Gutachten nach heutigen Maßstäben war unter diesen Umständen praktisch unmöglich [ 3 ].
Die Grundlage der modernen Abstammungsdiagnostik bilden die von G. Mendel 1865 gemachten Entdeckungen, dass Merkmale von Lebewesen nach festen Regeln vererbt werden. Praktische Bedeutung für die Abstammungsdiagnostik erlangten diese Regeln nach der Entdeckung der Blutgruppen durch K. Landsteiner 1901 (der dafür 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt) und der Feststellung, dass deren Konstellation nicht willkürlich ist, sondern nach den Mendelschen Gesetzen vererbt wird [ 10 ]. Seit etwa 1930 sind in Deutschland Blutgruppenuntersuchungen offiziell für gerichtliche Zwecke - für die "Ausschließung der Vaterschaft" zugelassen; gleichzeitig sind gesetzliche Richtlinien zur Durchführung und Qualitätssicherung dieser Tests erlassen worden [ 33 ].
In den USA jedoch waren solche Untersuchungen noch bis in die frühen fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts vor Gericht nicht anerkannt. Prominentes Beispiel ist die Verurteilung des Schauspielers Charles Chaplin zur Zahlung von Alimenten trotz Vaterschaftsausschließender Blutgruppentests im Jahr 1946 [ 41 ].
Die Wertung und Wichtung der erhobenen medizinischen Befunde einerseits, sowie der Aussagen der Betroffenen andererseits, lag zum Grossteil im Ermessen des begutachtenden Arztes. Ein objektives Gutachten nach heutigen Maßstäben war unter diesen Umständen praktisch unmöglich [ 3 ].
Die Grundlage der modernen Abstammungsdiagnostik bilden die von G. Mendel 1865 gemachten Entdeckungen, dass Merkmale von Lebewesen nach festen Regeln vererbt werden. Praktische Bedeutung für die Abstammungsdiagnostik erlangten diese Regeln nach der Entdeckung der Blutgruppen durch K. Landsteiner 1901 (der dafür 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt) und der Feststellung, dass deren Konstellation nicht willkürlich ist, sondern nach den Mendelschen Gesetzen vererbt wird [ 10 ]. Seit etwa 1930 sind in Deutschland Blutgruppenuntersuchungen offiziell für gerichtliche Zwecke - für die "Ausschließung der Vaterschaft" zugelassen; gleichzeitig sind gesetzliche Richtlinien zur Durchführung und Qualitätssicherung dieser Tests erlassen worden [ 33 ].
In den USA jedoch waren solche Untersuchungen noch bis in die frühen fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts vor Gericht nicht anerkannt. Prominentes Beispiel ist die Verurteilung des Schauspielers Charles Chaplin zur Zahlung von Alimenten trotz Vaterschaftsausschließender Blutgruppentests im Jahr 1946 [ 41 ].
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