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Gesetz, juristisches, Anfechtung - Mutterschaft

Mutterschaft

Nach dem Grundsatz: „Mater semper certa est“, ist die Mutterschaft im gesetzlich geregelt. Danach ist die Mutter eines Kindes die Frau, die es geboren hat.

Diese auf den ersten Blick gerade selbstverständliche Regelung ist notwendig geworden, da im Hinblick auf die moderne Fortpflanzungsmedizin neue Fortpflanzungsmethoden existieren, die eine gespaltene Mutterschaft ermöglichen. Diese Konstellation, also eine gespaltene Mutterschaft, entsteht beispielsweise dann, wenn eine Frau eine befruchtete Eizelle austrägt die von einer anderen Frau stammt - eine sogenannte Leihmutterschaft. Leihmutterschaft ist in Deutschland allerdings aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen gesetzlich verboten.

Wichtig ist, dass der Gesetzgeber im Gegensatz zur Vaterschaft keine Unterschiede zwischen der genetischen Abstammung und der tatsächlichen Mutterschaft macht. Die Mutterschaft wird der gebärenden Frau unverrückbar zugewiesen.

Ist die Mutterschaft anfechtbar? Was ist, wenn genetische Mutter und das Kind zur Welt bringende Frau nicht ein und dieselbe Person ist?

Der Gesetzgeber hat die Regelungen so geschaffen und festgelegt, dass die gebärende Frau immer die Mutter des Kindes ist. Sie ist nicht anfechten. Der Gesetzgeber hat sich klar gegen die Zulassung einer Anfechtung der Mutterschaft durch die genetische Mutter ausgesprochen (OLG Celle, 20. 2. 2001 []).
Dieser Rechtsgrundsatz ist zwingend, also nicht Abdingbar. Geschlossene Verträge, z.B: zur Leihmutterschaft, die anderes vereinbaren, sind ungültig. Daraus ergibt sich, dass bei gleichgeschlechtlichen weiblichen Lebenspartnerschaften nur eine Partnerin die Mutter sein kann (jene, die das Kind geboren hat). Weiterhin ist bei der, in der BRD verbotenen, Austragung von Kindern durch Leihmütter klar geregelt, dass die gebärende Leihmutter juristisch Mutter des Kindes ist, ebenso wie die das durch eine Eizellspende gezeugte Kind gebärende Frau Mutter des Kindes ist. Auch eine spätere Geschlechtsumwandlung der Mutter ändert nichts an der einmal durch Geburt eingetretenen Mutterschaft (Rüßmann, jurisPK BGB Band 4, 1172 ff.).
Wird jedoch durch ein ausländisches Gericht bei Austragung mittels Leihmutterschaft nicht der gebärenden Frau sondern der Eizellspenderin die Mutterschaft zuerkannt, kann dies, entgegen , auch zur Anerkennung der Mutterschaft in Deutschland führen, wenn das Kind bei Nichtanerkennung ansonsten staatenlos wäre und seine Versorgung nicht sichergestellt wäre (AmtsG Friedberg, 01.03.2013 - 700 F 113/12, FamRZ 2013, 1994 ff; s.a. und ; anders aber ).

Zu unserem Beispiel: Wichtig für uns zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass die Mutter eindeutig durch die Geburt der beiden Kinder bestimmt worden ist und es diesbezüglich keine offenen Fragen gibt.

Für Fragen zur Vaterschaftsanfechtung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Bitte zögern Sie nicht! Gerade bei einer Vaterschaftsanfechtung ist es wichtig, zügig und bestimmt zu handeln um die Fristen, die jetzt auch bei Ihnen, wo Sie dies lesen, bereits laufen, nicht verstreichen zu lassen.
Wir versuchen auf dieser Webseite, Sie allumfassend zum Thema der Vaterschaftsanfechtung zu informieren. Gerade aber die praktische Durchführung des Vorgangs, um nicht mehr Scheinvater zu sein (die Vaterschaftsanfechtung durch den Vater respektive Scheinvater), birgt eine Vielzahl juristischer Fallstricke. Übersehen Sie diese, scheiter Ihre Anfechtung - bei der Vaterschaftsanfechtung oft unumkehrbar. Nicht zuletzt kann ein nicht schlüssig formulierter Antrag, selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen, Ihnen aber die Erfahrung aus der alltäglichen Praxis fehlt, alle Ihre Bemühungen zunichtemachen. [Kontakt]

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