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Die Vaterschaft - Soziale Vaterschaft

Vaterschaft

Derzeit ist die Vaterrolle durch drei Kriterien gekennzeichnet:

  1. soziale Vaterrolle
  2. biologische Vaterschaft
  3. juristische Vaterschaft
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1.) Soziale Vaterrolle

"Wer ein Kind aufzieht, heißt sein Vater, auch wenn er es nicht gezeugt hat." []

Dieses Zitat umschreibt sehr zutreffend die soziale Rolle des Vaters. Die soziale Bindung ergibt sich aus dem tatsächlichen Verhältnis des Vaters zu seinem Kind. Dazu bedarf es keinerlei genetischer Verwandtschaft.

Allerdings verändert sich im Laufe des Lebens eines Kindes das Verhältnis zum Vater.

Für ein kleines Kind ist der ein Vater, der es umsorgt, mit ihm spielt, sich kümmert, kleine Geschenke macht, aber auch Verbote erteilt. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn auch andere Bezugspersonen (als der leibliche Vater) als Vater bezeichnet werden, wenn sie diese beschriebene Rolle tatsächlich einnehmen.
Bei älteren Kindern wird der Vater zwar schon differenzierter bestimmt, aber es besteht noch immer die Möglichkeit, dass mehrere Personen als Väter anerkannt werden.
Darin sehen Erwachsene des öfteren leider ein Problem. Aber für die Lebenswelt des Kindes stellt es eine Bereicherung dar. Die besten Erfahrungen für ein Kind liefern Bezugspersonen, die sich Zeit nehmen, ihm zuhören und sich mit ihm beschäftigen.

Aber die soziale Rolle findet auch ihre Grenzen, nämlich dort, wo das Kind ernsthaft gefährdet ist. Das betrifft nicht nur den sozialen Vater, sondern auch die soziale Rolle des biologischen Vaters.
Einschränkungen werden dort gemacht, wo die Eltern Entscheidungen treffen oder Handlungen vornehmen, die nach den Maßstäben des Rechts nicht toleriert werden können - beispielsweise, wenn der Vater gegenüber seinem Kind Gewalt anwendet, er aufgrund seiner Religionsangehörigkeit keine Bluttransfusionen zulässt oder durch seine Krankheit oder Drogensucht die körperliche Unversehrtheit des Kindes bedroht ist.

Für Fragen zur Vaterschaftsanfechtung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Bitte zögern Sie nicht! Gerade bei einer Vaterschaftsanfechtung ist es wichtig, zügig und bestimmt zu handeln um die Fristen, die jetzt auch bei Ihnen, wo Sie dies lesen, bereits laufen, nicht verstreichen zu lassen.
Wir versuchen auf dieser Webseite, Sie allumfassend zum Thema der Vaterschaftsanfechtung zu informieren. Gerade aber die praktische Durchführung des Vorgangs, um nicht mehr Scheinvater zu sein (die Vaterschaftsanfechtung durch den Vater respektive Scheinvater), birgt eine Vielzahl juristischer Fallstricke. Übersehen Sie diese, scheiter Ihre Anfechtung - bei der Vaterschaftsanfechtung oft unumkehrbar. Nicht zuletzt kann ein nicht schlüssig formulierter Antrag, selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen, Ihnen aber die Erfahrung aus der alltäglichen Praxis fehlt, alle Ihre Bemühungen zunichtemachen. [Kontakt]

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