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Die Vaterschaftsanfechtung - Erfolg und Folgen - Aberkennung der Vaterschaft - Vaterschaft aberkennen

Folgen einer Vaterschaftsanfechtung

(a) Folgen einer erfolgreichen Vaterschaftsanfechtung - die Aberkennung der Vaterschaft

Das Urteil, dass der bisherige Vater nicht mehr der Vater ist, wirkt gegen jedermann und hat zur Folge, dass das Kind vaterlos wird und zwar rückwirkend auf den Tag der Geburt.

Weitere Auswirkungen ergeben sich auf

  1. das Sorgerecht,
  2. den Unterhalt,
  3. den Unterhalt für die Vergangenheit und
  4. das Umgangsrecht

Zu 1.) Mit der rechtskräftigen Entscheidung der Nichtvaterschaft entfällt das bestehende gemeinsame elterliche Sorgerecht. Dabei fällt die alleinige Sorge der Muter zu und kann, sobald eine neue Vaterschaftszuordnung erfolgt, auch auf einen neuen Vater übertragen werden.

Zu 2.) Im Weiteren hat das Kind gegen den ehemaligen Kindesvater keinen Anspruch mehr auf Unterhalt, ausgenommen davon sind vertraglich geregelte Unterhaltsansprüche.

Zu 3.) Das Kind hat mit Entfallen der Vaterschaft, unberechtigt seit dem Tag der Geburt Unterhalt bezogen. Daher könnte der Vater diesen Betrag von der Mutter zurückfordern - dies ist aber meistens ausgeschlossen, da das Kind, vertreten durch seine Mutter, sich auf den bereits erfolgten Verbrauch berufen kann und sicher auch wird.

Zu 4.) Bis zum Zeitpunkt der rechtskräftigen Entscheidung hat der Scheinvater ein unmittelbar weiter bestehendes Recht zum Umgang mit dem Kind. Mit einer endgültigen Entscheidung kann der Scheinvater sein Recht auf Umgang aus § BGB verlieren. Nach erfolgreicher Anfechtung kann der Scheinvater allerdings ein Recht auf Umgang aus § Abs. 2 BGB geltend machen. Danach haben alle früheren Ehegatten ein Recht auf Umgang, wenn sie längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt haben. Von diesem Recht (§ Abs. 1 BGB) können auch andere Bezugspersonen Gebrauch machen, wenn dies dem Wohle des Kindes nicht schadet.

(b) Folgen einer nicht erfolgreichen Vaterschaftsanfechtung

Sollte der Kläger mit seiner Anfechtung der Vaterschaft abgewiesen werden, bleibt alles beim Alten: das Kind ist weiterhin das Kind des Vaters und somit ist die Abstammung positiv festgestellt.

(c) Was Sie vor einer Vaterschaftsanfechtung bedenken sollten

Machen Sie sich Gedanken, wie Sie das Kind/ die Kinder aus dem Streit heraus halten - es war nicht deren Entscheidung oder Fehlverhalten, welches den Streit herbeigeführt hat - und überdenken Sie die vielfältigen Konsequenzen ihrer weiteren Entscheidungen.

Für Fragen zur Vaterschaftsanfechtung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Bitte zögern Sie nicht! Gerade bei einer Vaterschaftsanfechtung ist es wichtig, zügig und bestimmt zu handeln um die Fristen, die jetzt auch bei Ihnen, wo Sie dies lesen, bereits laufen, nicht verstreichen zu lassen.
Wir versuchen auf dieser Webseite, Sie allumfassend zum Thema der Vaterschaftsanfechtung zu informieren. Gerade aber die praktische Durchführung des Vorgangs, um nicht mehr Scheinvater zu sein (die Vaterschaftsanfechtung durch den Vater respektive Scheinvater), birgt eine Vielzahl juristischer Fallstricke. Übersehen Sie diese, scheiter Ihre Anfechtung - bei der Vaterschaftsanfechtung oft unumkehrbar. Nicht zuletzt kann ein nicht schlüssig formulierter Antrag, selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen, Ihnen aber die Erfahrung aus der alltäglichen Praxis fehlt, alle Ihre Bemühungen zunichtemachen. [Kontakt]

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