Beispiel aus der Praxis - erster Teil
Das typische Beispiel einer Vaterschaftsanfechtung spiegelt der folgende Fall von Oliver S. wieder:
„Ich kenne meine Frau nunmehr seit über 10 Jahren. Verheiratet sind wir seit 7 Jahren und leben in unserem Traumeigenheim am Rande einer Kleinstadt. Ich arbeite selbständig im eigenen Büro oft mehr als 12 Stunden täglich und meine Frau ist zu Hause und kümmert sich um Haushalt und unsere Kinder, 7 und 5 Jahre alt. Ein großer Nachteil an meinem Job ist, dass ich manchmal auch eine ganze Woche nicht zu Hause bin. Das war bisher kein Problem, denn ich habe meiner Frau vertraut — bis letzte Woche! Ich war wieder geschäftlich unterwegs aber schon am Mittwoch fertig und dachte, dass ich nach Hause fahren und von dort aus weiter arbeiten könnte. Gesagt, getan, als ich dann jedoch am Vormittag ankam, verließ gerade unser Nachbar die Wohnung und stellte sich dabei recht merkwürdig an.
Durch Recherchen habe ich nunmehr Gewissheit, dass meine Frau untreu ist, aber auch erhebliche Zweifel an der Vaterschaft von meinen beiden Kindern. Die Frage ist, was soll ich und vor allem, was kann ich jetzt tun? Die Untreue meiner Frau ist die eine Sache, aber meine Kinder?“
Anhand dieses Beispiels soll nun auf die einzelnen Rollen, Positionen und Möglichkeiten eingegangen werden.